Lerntherapie und Lernstörungen

Burnout bei Schülern

Die Krankheit Burnout ähnelt in den Symptomen einer Depression und wird häufig mit beruflich gestressten Arbeitnehmern und Arbeitgebern in Verbindung gesetzt. Doch auch Schüler können bereits an einem Burnout erkranken. Gründe und Präventionsmöglichkeiten sollen in diesem Artikel beleuchtet werden.

Lernschwächen und Lernstörungen

Probleme in der Schule bedeuten nicht automatisch, dass eine Person faul ist. Häufig verbergen sich Lernschwächen hinter den Schwierigkeiten. Wichtig ist, diese schnell zu erkennen, damit die betroffenen Schüler entsprechend gefördert werden. In diesem Artikel sollen die gängigsten Lernstörungen in einem Überblick aufgezeigt werden.

Konzentrationsschwäche beim Lernen – Ursache und Gegenmaßnahmen

Um erfolgreich zu lernen, musst du dich konzentrieren können. Wer sich schnell ablenken lässt, der kann Lerninhalte schlechter verstehen und behalten. Was zu Konzentrationsschwäche führt und was du dagegen tun kannst, erfährst du hier.

Das Rügener Inklusionsmodell

Auf den öffentlichen Grundschulen Rügens wurde im Schuljahr 2010/2011 ein besonderes Schulmodell eingeführt. Das sogenannte Rügener Inklusionsmodell basiert auf dem amerikanischen Response to Intervention Konzept, deren Schwerpunkt die frühzeitige Diagnose und präventive Therapie von Lernschwächen ist. Doch wie funktioniert das neue Modell?

Legasthenie erkennen: Symptome für Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten (LRS)

Viele Kinder haben Probleme mit der Rechtschreibung. Doch wie können Eltern erkennen, ob es sich dabei vielleicht sogar um Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten (LRS oder auch Legasthenie) handelt? Gibt es Symptome, die Eltern frühzeitig als Hinweise deuten können?

Nonverbale Lernstörung

Die Nonverbale Lernstörung (NLS), englisch auch Nonverbal Learning Disorder (NLD), ist eine in Deutschland weniger bekannte Art der Lernstörung. Die Betroffenen sind bedingt durch ihre Störung sehr sprachbegabt und können schon früh lesen, auch wenn sie das gelesene noch nicht wirklich begreifen. Ihre Schwierigkeiten liegen in der nonverbalen Interaktion – und die macht mit über 90 % den Großteil des menschlichen Verhaltens aus.

Generell gibt es vier Bereiche, in denen Kinder mit einer Nonverbalen Lernstörung auffällig sind: Motorik, Visuell-räumliche Wahrnehmung, Soziale Kontakte und Sensorik. Motorisch sind sie sehr ungeschickt und es fehlt ihnen an Koordination und Feinmotorik. Zudem ist ihr Gleichgewichtssinn nicht besonders ausgeprägt, so dass es unter anderem beim Laufen und Fahrradfahren lernen zu Unfällen und infolge dessen zu Verletzungen kommt. Hinzu kommt ein Problem bei der visuell-räumlichen Wahrnehmung. So fällt es etwa schwer, Details zu erkennen und zu unterscheiden.
Da Betroffene nicht in der Lage sind, die Körpersprache und Emotionen des Gegenübers zu entschlüsseln, bauen sie keine sozialen Kontakte aus und werden somit gesellschaftlich isoliert. Sensorisch liegt eine Über- oder Unterempfindlichkeit in einem der fünf menschlichen Sinne vor.

Englischschwäche oder Fremdsprachenlegasthenie

Eine Englischschwäche liegt vor, wenn über einen längeren Zeitraum massive Schwierigkeiten beim Erlernen der englischen Sprache vorherrschen. Manchmal wird sie auch als Fremdsprachenlegasthenie bezeichnet, da einige Merkmale denen der Legasthenie ähneln.

Da organische Ursachen ausgeschlossen bzw. behandelt worden sind, bis der Fremdsprachenerwerb beginnt, werden vor allem Beeinträchtigungen im Bereich der Wahrnehmung, die grundlegend für einen Lernerfolg sind, als Ursachen für eine Englischschwäche ausgemacht. So fällt den Kindern die optische und akustische Differenzierung schwer. Sie hören die Unterschiede zwischen den ähnlich klingenden Lauten nicht, ersetzen ungewohnte Laute durch ähnlich klingende deutsche und nehmen kleine Unterschiede bei der Schreibweise von einzelnen Wörtern, die ungefähr gleich klingen, nicht wahr.

Dyskalkulie: Rechenschwäche oder Aristhmasthenie

Dyskalkulie, auch Rechenschwäche oder Aristhmasthenie genannt, ist die verzögerte Verständnisfähigkeit im Bereich der arithmetischen Mathematik. Von der Schwäche, Regeln des Zahlensystems nicht zu verstehen, sind neben Kindern und Jugendlichen auch Erwachsene betroffen. In Zahlen ausgedrückt sind dies etwa 5 bis 7 Prozent der Weltbevölkerung und nach aktuellen Erhebungen der Berliner Charité 6,6 Prozent der Schüler in deutschen Grundschulen.
Dyskalkulie hat nicht etwa etwas mit der Faulheit oder Unkonzentriertheit der Betroffenen zu tun - oftmals sind es hochbegabte Menschen mit einem überdurchschnittlichen IQ-Wert, die an einer Rechenschwäche leiden. In anderen schulischen Bereichen außer der Mathematik erbringen sie meistens gute Leistungen, weshalb mit den Problemen im mathematischen Bereich eigentlich gar nicht gerechnet wird.

Die Lese-Rechtschreib-Schwäche und -Störung (Legasthenie oder Dyslexie)

Circa 3-7 % der Kinder und Jugendlichen in Deutschland ist von der Lese-Rechtschreib-Störung, auch Legasthenie genannt, betroffen. Sie ist eine über einen längeren Zeitraum anhaltende Störung des Erlernens der Schriftsprache und kommt meistens in einer Kombination von Lese- und Rechtschreib-Störung vor, die später auch zu Problemen beim Fremdsprachenerwerb führen kann. Dies liegt nicht etwa an generellen Lernschwierigkeiten wie z.B. mangelnder Motivation oder fehlender Beschulung und tritt für die Betroffenen ohne erkennbare Gründe ein. Daher werden verschiedene Ursachen vermutet, wie beispielsweise eine genetische Komponente oder Störungen bei der Verarbeitung von (Sprach-)Wahrnehmungen, die das Hören und Sehen betreffen. Neben dieser primären Legasthenie gibt es noch die Lese-Rechtschreib-Schwäche, auch Sekundäre Legasthenie genannt. Ihre Ursachen sind wiederum im sozialen Umfeld und in psychologischen Faktoren zu suchen.

Was ist die integrative Lerntherapie?

Die integrative Lerntherapie ist ein pädagogisch-psychologisches Angebot und soll allen Menschen helfen, die eine Lernstörung entwickelt haben. Dies können Kinder ebenso wie Jugendliche oder Erwachsene sein. Lernschwierigkeiten können entweder im Kontext von Schule, Ausbildung und Studium oder durch eine Hirnverletzung entstehen. Lernstörungen machen sich z.B. in der Mathematik bei einer Dyskalkulie oder beim Erwerb des Lesens und Schreibens (Legasthenie) bemerkbar.

Da eine Lernstörung immer aus einem Komplex unterschiedlicher Ursachen besteht, ist es wichtig, diese auch nicht isoliert und singulär zu thematisieren, sondern ganzheitlich und systemisch. Die individuelle Förderung des Kindes steht daher im Mittelpunkt der integrativen Lerntherapie.