Nachhilfe im Test

Nachhilfe im Test. Private versus institutionelle Nachhilfe. Stiftung Warentest hat den Bereich Nachhilfe unter die Lupe genommen.

„Büffeln für bessere Noten Deutsche Schüler sind im internationalen Vergleich nur mittelmäßig – so das Ergebnis der Pisa-Studie. Zu den Problemfächern zählen Mathe, Englisch und Deutsch. Nachhilfe soll schwache Schüler wieder nach vorne bringen. Jeder vierte Schüler bekommt heute irgendwann während seiner Schulausbildung zusätzlichen Unterricht. Rund eine Milliarde Euro geben die Eltern pro Jahr dafür aus. Ein lukrativer Markt für Privatlehrer, Studenten und kommerzielle Nachhilfeinstitute. test stellt verschiedene Angebote vor und gibt Tipps für Schüler und Eltern.“
Der ganze Artikel ist für Nachhilfelehrer, Eltern und Schüler sehr empfehlenswert.

Hier unsere kurze Zusammenfassung der Ergebnisse:

Der Trend zum Nachhilfeunterricht ist steigend. Ungefähr ein Viertel aller Schüler nimmt diesen Zusatzunterricht.
Gemäß einer – nicht repräsentativen – Internetumfrage wird für die Fächer Mathematik, Englisch und Deutsch am häufigsten Nachhilfe gegeben. (Wir können das aus eigener Erfahrung bestätigen.)
Da Eltern nach Meinung vieler Experten als Nachhilfelehrer ungeeignet sind – ihnen fehlt u.a. zumeist der emotionale Abstand – , übernehmen die Nachhilfe entweder private Nachhilfelehrer oder Nachhilfeinstitute. Einzellehrer liefern dabei den größten Beitrag.
Insgesamt zeigt Nachhilfe einen nachweisbaren Erfolg: Rund 80% der Befragten gaben an, „dass sich die Leistungen um eine oder zwei Schulnoten verbessert hätten“. (Wie bei aller Statistik gibt es natürlich bessere und auch schlechtere Ergebnisse.)
Kosten und Qualität / private Nachhilfe versus Institute
Private Nachhilfe schneidet erstaunlicherweise gegenüber den Instituten besser ab. Verantwortlich dafür ist größtenteils, dass Institute meist nur Gruppenunterricht von 3 bis 5 Schülern anbieten und damit natürlich die Konzentration auf die speziellen Probleme eines bestimmten Schülers sinkt. Dazu kommt der Nachteil einer Vertragsbindung und der weit höheren Kosten pro Stunde bei den Instituten.
Der Test ergab überraschenderweise auch, dass bei den Instituten „von differenzierter Beratung“ z.B. bei Verdacht auf Lese- und Rechtschreibschwäche (LRS, Legasthenie) „kaum die Rede sein“ kann. (Schüler mit diesen Schwächen brauchen Spezialkurse. Für einen Test dieser wie auch für die Rechenschwäche sollte man sich an Lehrer bzw. Schulen wenden. Es gibt spezielle psychologische Tests.)
Die Befragung zweier Nachhilfeschüler (13 und 17 Jahre alt) zu ihren Erfahrungen fiel ebenfalls zugunsten privater Nachhilfe aus.
Also: Die private Nachhilfe bringt gegenüber der institutionellen insgesamt ein besseres Kosten/Nutzen-Verhältnis. In Anbetracht der Kosten kann es sich sehr lohnen, einen passenden privaten Nachhilfelehrer zu suchen. Eltern bzw. Schüler können dadurch viel Geld sparen bei sogar besseren Ergebnissen und private Nachhilfelehrer bekommen bessere Bezahlung im Gegensatz zu einer Arbeit für Institute. (Ist das nicht eine frohe Botschaft für uns?!)

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