Homeoffice mit Kindern - mit diesen Tipps klappt es!

Der Wunsch nach Homeoffice ist längst keine Ausnahme mehr. Viele deutsche Arbeitnehmer, die im Büro arbeiten und für die Homeoffice aus technischer Sicht machbar wäre, wünschen sich die Möglichkeit von zu Hause aus arbeiten zu können. Es verspricht - zumindest rein theoretisch - Eigenständigkeit, eine flexiblere Einteilung der Arbeitszeit und eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie. In der Realität gar nicht mal so einfach. Wie Sie jetzt Kinderbetreuung und Arbeit gleichzeitig stemmen können, erfahren Sie hier.

  • Erstellen Sie einen Tagesplan gemeinsam mit Ihren Kindern

Grundsätzlich gilt, dass desto älter die Kinder sind, desto einfacher ist meist auch die Vereinbarkeit mit der Arbeit im Homeoffice. Besonders kleinere Kinder müssen zunächst verstehen, dass obwohl die Eltern zu Hause sind, das nicht gleichzeitig bedeutet, dass sie Freizeit haben und als Spielpartner zur Verfügung stehen. Abhilfe kann Ihnen in diesem Fall ein Tagesplan verschaffen, den Sie im Optimalfall gemeinsam mit den Kindern erstellen. Darin halten Sie fest wann die Mahlzeiten gemeinsam eingenommen werden, wann die Eltern ungestört arbeiten möchten und sich die Kinder selbst beschäftigen müssen und wann gemeinsam etwas unternommen wird, wie zum Beispiel ein Spaziergang oder eine Spielpause. Sind die Kinder noch klein und müssen gegebenenfalls beaufsichtigt werden, bietet es sich an, den Kindern in Sichtweite ein eigenes kleines "Büro" einzurichten. Dort kann dann gemalt, gepuzzelt oder gebastelt werden. 

Um zwischen den Pausen ungestört und produktiv arbeiten zu können, muss dem Rest der Familie klar werden, dass Sie tatsächlich nur in Notfällen gestört werden möchten. 

  • Richten Sie feste Arbeitszeiten ein und teilen Sie sich die Funktion des Ansprechpartners für Ihre Kinder mit Ihrem Partner auf

Die Arbeitszeitregelung ist je nach Unternehmen unterschiedlich. Wenn Sie zu den Personen gehören, die in Gleitzeit arbeiten können lässt sich die Homeoffice-Tätigkeit jedoch häufig einfacher gestalten. Bewahren Sie sich jedoch Ihre Produktivität, indem Sie sich selbst feste Arbeitszeiten setzen, die Sie täglich beibehalten. Dadurch machen Sie sich für Ihren Arbeitgeber und auch für Ihre Familie greifbarer. Setzen Sie dies konsequent durch, weiß Ihr Arbeitgeber verbindlich wann Sie für Ihn erreichbar sind und wann nicht. Auch für Ihre Familie ist es einfacher sich feste Zeiten zu merken, die für jeden Tag gelten, als sich für jeden Tag einen anderen Zeitplan einzuprägen. 

Befinden Sie beide Elternteile zu Hause lässt sich die Kinderbetreuung noch besser aufteilen. Im Laufe des Arbeitstages stehen Aufgaben an, für die es mal mehr und mal weniger intensive Konzentration benötigt. Wenn Sie die Möglichkeit haben Ihre Aufgaben selbstständig über den Tag zu verteilen, teilen Sie den Tag in zwei oder mehrere Phasen ein. In der Phase, in der Sie ihre vollständige Konzentration benötigen, ziehen Sie sich weitgehend alleine zurück - möglicherweise steht ein eigenes Büro oder zumindest ein Raum zur alleinigen Nutzung zur Verfügung - und überlassen Sie Ihrem Partner in dieser Zeit die Funktion des "Ansprechpartners" für die Kinder. In der anderen Phase, in denen Sie leichte Tätigkeiten erledigen können und Ablenkung in gewissem Maße möglich ist, tauschen Sie mit Ihrem Partner und werden Sie zum Ansprechpartner, der parallel zur Arbeit im Homeoffice auch die Kinder beaufsichtigt. 

  • Fördern Sie die Eigenständigkeit Ihrer Kinder

Sobald Ihre Kinder alt genug sind fördern Sie die Eigenständigkeit ihrer Kinder, indem Sie sie nicht pausenlos bespaßen, sondern ihnen genug Zeit alleine einräumen, sie lernen sich selbst zu beschäftigen. Viele Kinder lernen dies nie richtig, da fortwährend eine Unterhaltung durch Erwachsene erfolgt. Wenn Sie Ihrem Kind bereits früh die Möglichkeit geben sich selbst Beschäftigung zu suchen, wird ihr Kind, auch wenn Sie sich im Homeoffice befinden nicht ständig nach Ihrer Anwesenheit fragen. 

Und sollten sich Ihre Kinder dennoch mal langweilen und Sie in diesem Moment nicht die Möglichkeit haben sich zu kümmern, weil Sie beispielsweise in einer Telefonkonferenz sitzen, dann kann es helfen auch mal ein Auge zuzudrücken und auch Smartphone, Tablet und TV als Ablenkung zu erlauben. Die Geräte können nämlich auch für sinnvolle Aktivitäten eingesetzt werden wie zum Beispiel für die Verwendung von Lern-Apps, um ein Videotelefonie-Gespräch mit den Großeltern durchzuführen oder für die Wahrnehmung von Online-Nachhilfe

Ähnliche Beiträge