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Bildungspolitik – Was ist das eigentlich?

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Wer sich in einer Ausbildung befindet, egal ob in der Schule oder im Studium, der wird schon häufiger über das Wort „Bildungspolitik“ gestolpert sein. Doch was verbirgt sich hinter dem Begriff und welche Aufgaben stecken dahinter. Wir klären auf.

Was ist Bildung?

Per Definition der UNESCO, der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur ist Bildung „eine organisierte und dauerhafte Form der Kommunikation mit dem Ziel, Lernerfolg zu realisieren“. Es handelt sich also um eine gezielte Wissensvermittlung. Als Bildungseinrichtung gelten folglich alle Institutionen, an denen Lehre stattfindet. Dies ist neben der Schule auch die Universität, der Ausbildungsbetrieb, die Vorschule und alle Varianten der Weiter- und Fortbildung.

Die Aufgaben der Bildungspolitik

Die Bildungspolitik ist ein Teilgebiet der politischen Organisation des Landes und befasst sich mit den Strukturen und Inhalten aller bildungsrelevanten Prozesse. In Bezug auf die Schule und den Schulbesuch ist damit einhergehen auch die Schulpflicht zu nennen. Durch das Erlangen eines Schulabschlusses sollen die Weichen für die Zukunft des Kindes bzw. des Heranwachsenden gestellt werden. Der Schulabschluss ist die Voraussetzung für den Start einer Ausbildung oder eines Studiums.
Bildungspolitik ist grundsätzlich Ländersache. Das bedeutet, dass die jeweiligen Bundesländer in einem definierten Bereich selbst über Lehr- und Prüfungsinhalte der Schulen entscheiden können. Um hier nicht zu starke Unterschiede innerhalb Deutschlands zu erzeugen, gibt es die sogenannte Kulturministerkonferenz. Bei diesem Treffen sind Vertreter der 16 Bundesländer anwesend und definieren gemeinsam Richtlinien, um den Rahmen der Handlungsfreiheit der Bundesländer zu benennen. Dazu zählt z. B. die Festlegung von Ferienzeiten oder auch die einheitliche Umsetzung der Reform der Deutschen Rechtschreibung von 1996. Jedoch gibt es deutschlandweit keine einheitlichen Lehrpläne und Abschlussprüfungen.

Fokus der Bildungspolitik

Das Hauptziel des deutschen Bildungssystems ist es, allen einen qualifizierten Schulabschluss zu ermöglichen. Es soll über die Unterschiede der sozialen Herkunft und finanziellen Ressourcen hinweg jeder die Chance bekommen, mit einem Schulabschluss seine berufliche Zukunft selbst zu gestalten. Die Bildungspolitik in Deutschland wird dabei die Rolle des Administrators zugeteilt. Die Zuständigen der Bundesländer regeln den Inhalt des Unterrichts und den Ablauf der Prüfungen. Eine allgemeingültige Kontrolle stellt die PISA-Studie, die alle drei Jahre den Wissenstand der 15-Jährigen testet, dar. Sie gibt regelmäßig Aufschluss über die erfolgreiche Wissensvermittlung im internationalen Vergleich und ggf. einen Anstoß, ob Änderungen am Bildungssystem notwendig sind oder nicht.