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PISA-Studie – Die länderübergreifende Leistungskontrolle

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Am 06. Dezember 2016, wurden die Ergebnisse der PISA-Studie 2015 veröffentlicht. Deutschland landet demnach auf dem Platz 16. Doch was ist die PISA-Studie eigentlich und wer wird kontrolliert? Wir klären in diesem Artikel auf.

Das ist die PISA-Studie

Die PISA-Studie wird seit dem Jahr 2000 in einem dreijährigen Turnus durchgeführt. Organisator ist die OECD, die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Bei der Untersuchung werden 15-jährige Schüler aus verschiedensten Ländern in den Bereichen Naturwissenschaften, Mathematik und Lesekompetenz getestet. Vor jeder Studie wird vorab ein Schwerpunkt festgelegt. Im Jahr 2015 lag der Fokus auf den Naturwissenschaften und den Themen Biologie, Chemie, Physik und Geowissenschaften.
Der Begriff PISA hat übrigens nichts mit der gleichnamigen Stadt und dem schiefen Turm in Italien zu tun. Die Abkürzung steht für Programme for international Student Assessment, dem Programm zur internationalen Schülerbeurteilung.

Ablauf der internationalen Leistungskontrolle

Der Test wird an einem vorab festgelegten Tag geschrieben und es werden sowohl Text- also auch Multiple-Choice Fragen zur Ermittlung des Wissensstands genutzt. Welche Schulen bzw. welche Schüler an der PISA-Studie teilnehmen, wird übrigens per Zufallsprinzip ermittelt.
Die Bearbeitungsdauer betrug im Jahr 2015 insgesamt 3,5 Stunden und die Beantwortung der Fragen erfolgte ausschließlich am Computer. Dies ist eine Neuerung im Vergleich zu den vorherigen Prüfungen, die noch handschriftlich bearbeitet wurden.

Ziel der PISA-Studie

Mit der PISA-Studie soll der Kenntnisstand von 15-jährigen Schülern im internationalen Vergleich ermittelt und dargestellt werden. Insbesondere soll die Fähigkeit und Kompetenz erfasst werden, vermitteltes Wissen aus dem Schulunterricht in einem neuen Kontext bzw. aus verschiedenen Fragestellungen heraus anzuwenden. Die Auswertung der Prüfung soll der Bildungspolitik und den Bildungsverantwortlichen der Länder einen Anhaltspunkt über die internationale Vergleichbarkeit der Leistungen geben. Wie gut gelingt die Wissensvermittlung in der Schule und an welchen Stellschrauben müssen ggf. zukünftig Anpassungen vorgenommen werden.

PISA-Studie 2015 – Ergebnisse für deutsche Schüler

Im Jahr 2015 haben 72 Staaten aus der ganzen Welt an der Studie teilgenommen. Dazu zählen 35 OECD-Staaten sowie 37 OECD-Partnerstädte. Insgesamt haben damit im letzten Jahr 530.000 Schüler teilgenommen. Nach der Auswertung aller Tests wird veröffentlicht, welche Schüler am besten abgeschnitten haben. Im Bereich der Naturwissenschaften liegt Deutschland 2015 auf Platz 16 von 72 und damit über dem Durchschnitt. Im Bereich Mathematik befindet sich Deutschland im oberen Drittel, also unter den ersten 24 Ländern und im letzten Themenkomplex, der Lesekompetenz, landen die deutschen Schüler auf Platz 11.
Nachdem nach der ersten PISA-Studie im Jahr 2000 nur eine sehr unbefriedigende Position im Ländervergleich erreicht wurde, konnte die Leistung der deutschen Schüler in den letzten Jahren mit einer überdurchschnittlichen Kompetenz bewertet werden. Die nächste PISA-Studie wird 2018 stattfinden. Dort gilt es, diese gute Bewertung im internationalen Kontext erneut zu bestätigen oder zu steigern.
Die Zusammenfassung der Ergebnisse sowie einige Beispielfragen können auf der Webseite http://www.pisa.tum.de/home/ nachgelesen werden.