Freitag, der 13. – der Gedanke daran löst bei vielen Menschen ein mulmiges Gefühl aus. Schon Wochen vorher hört man Menschen sagen: „Oh nein, Freitag, der 13. ist bald!“ – und manch einer plant an diesem Tag lieber keine wichtigen Termine. Doch woher stammt dieser Aberglaube? Und ist die Angst vor diesem Datum berechtigt?
Woher kommt der Aberglaube?
Die Angst vor Freitag, dem 13., hat gleich zwei Ursprünge: den Freitag und die Zahl 13.
Der Freitag war im christlichen Mittelalter mit Leid und Unglück verbunden – es heißt, Jesus sei an einem Freitag gekreuzigt worden. Auch Seeleute mieden den Freitag gern als Starttag für eine Reise, weil sie glaubten, dass das Unglück mit an Bord käme.
Die Zahl 13 galt in der Antike als „unvollständig“. Nach der harmonischen Zwölf – zwölf Monate, zwölf Tierkreiszeichen, zwölf Apostel – kommt mit der 13 etwas „Überzähliges“, Störendes. In vielen Hotels oder Hochhäusern fehlt deshalb noch heute eine 13. Etage; die Zahl wird übersprungen.
Warum wir an Pech glauben – die Psychologie hinter dem Aberglauben
Aberglaube gibt uns das Gefühl von Kontrolle. Wenn Dinge unvorhersehbar sind, greifen wir gern zu kleinen Ritualen, um Sicherheit zu spüren. Psycholog:innen sprechen hier von einer Kontrollillusion: Wir glauben, Zufälle beeinflussen zu können, obwohl sie unabhängig von uns passieren. Unser Gehirn merkt sich vor allem die Momente, die unsere Überzeugungen bestätigen – eine kognitive Verzerrung. So bleibt der Eindruck bestehen, Pechtage wie Freitag, der 13., hätten Einfluss, obwohl sie in Wahrheit der Spiegel unserer Wahrnehmung sind.
Was sagen Statistiken?
An Freitagen, die auf den 13. fallen, passieren nicht mehr Unglücke als an anderen Tagen. Einige Versicherungen berichten von einem leichten Rückgang der Schadensmeldungen. Der Grund ist simpel – viele Menschen sind an diesem Tag vorsichtig, vermeiden riskantes Verhalten oder verschieben Reisen und Projekte. Psycholog:innen erklären die Furcht vor Freitag, dem 13., mit dem sogenannten Bestätigungsfehler: Wenn uns etwas Unangenehmes passiert, gerade weil wir das Datum wissen, interpretieren wir es als Beweis für dessen Unglückspotenzial. Passiert nichts, vergessen wir den Tag schnell.
Glücksbringer statt Unglücksboten
Vielleicht ist Freitag, der 13., kein Unglückstag – sondern eine Einladung, das Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Statt sich von alten Mythen leiten zu lassen, nutzen viele Menschen den Tag bewusst, um positiv zu denken, Glücksmomente zu suchen oder neue Routinen zu beginnen.
Freitag, der 13.: Häufige Fragen (FAQ):
Warum ist der Freitag, der 13. ein Unglückstag?
Die Kombination aus Freitag und der Zahl 13 gilt seit dem Mittelalter als unheilvoll. Religiöse und kulturelle Mythen verbinden den Freitag mit Leid und die 13 mit Unglück – zusammen wurde daraus ein Symboltag für Pech, obwohl es keine wissenschaftlichen Belege dafür gibt.
Wie kann ich Aberglaube Kindern erklären?
Am besten lässt sich Aberglaube erklären, dass es Geschichten sind, die Menschen erfunden haben, um Dinge zu verstehen, die ihnen Angst machten oder unerklärlich waren. Kinder lernen so, dass solche Vorstellungen spannend, aber nicht zwingend wahr sind – und dass man selbst entscheiden kann, woran man glaubt.
Wie oft gibt es Freitag, den 13. im Jahr 2026?
Im Jahr 2026 fällt der 13. Februar, März und November auf einen Freitag. In manchen Jahren gibt es ihn zweimal, in anderen gar nicht – das hängt vom Kalenderverlauf ab.
Fazit:
Ob Pech, Glück oder ein gewöhnlicher Freitag – wie wir Freitag, den 13., empfinden, liegt an unserer Einstellung und nicht am Datum selbst. Vielleicht ist Freitag, der 13., die ideale Gelegenheit, alte Ängste hinter sich zu lassen, negative Gedankenmuster zu durchbrechen und Neues mit Zuversicht anzugehen.