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Lernmethoden und Lerntechniken

Zeitmanagement mit der ALPEN-Methode

Oftmals kommen einem die Tage kürzer vor als sie eigentlich sind bzw. sie sind nicht lang genug für die vielen Aufgaben, die zu erledigen sind. Besonders wenn man für eine Klausur lernt, ein Referat vorbereiten muss oder die Abiturprüfungen anstehen. Um dies zu ändern, gibt es verschiedene Methoden des Zeitmanagements. Eine ist zum Beispiel die ALPEN-Methode nach Prof. Dr. Jürgen Seiwert. Mit dieser Methode ist es bei geringem täglichen Zeitaufwand möglich, seinen Tag schriftlich zu planen und somit effektiver zu werden.

Praktische Ideenfindung mit der Walt-Disney-Methode

Wer kennt ihn nicht, zumindest vom Namen her: Walt Disney, Erfinder von Micky Maus und Co. Der berühmte Zeichner und Produzent nutzte ein ganz bestimmtes Verfahren um seine Ideen bis zur Marktreife zu entwickeln. Diese Methode wurde später nach ihm benannt. Mit ihr kann man alleine oder in der Gruppe Ziele oder Probleme aus drei unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten. Diese Blickwinkel, der „Träumer“, der „Realist“ und der „Kritiker“, finden sich in jedem von uns wieder. Nur sind sie im Alltag ineinander verwoben und meistens präferiert jeder Mensch eine dieser Rollen ganz besonders.

Um dieses Potenzial kreativ auszunutzen, wird eine räumliche und zeitliche Trennung vorgenommen. Walt Disney soll dafür drei verschieden dekorierte Räume genutzt haben. Da diese Voraussetzung aber in den wenigsten Fällen gegeben ist, muss man sich mit drei verschiedenen Stühlen oder Raumecken aushelfen. An diesen Stühlen wird ein Zettel mit der entsprechenden Rolle befestigt. Es können auch unterschiedliche Gegenstände oder Körperhaltungen zur Verstärkung der Rollen eingesetzt werden. So könnte der Träumer beispielsweise einen schönen Gegenstand oder ein verspieltes Bild betrachten, während der Realist einen Terminkalender und ein Lineal bekommt. Der Kritiker bekommt vielleicht einen Taschenrechner und eine Lupe zur Unterstützung. Wenn die Übung alleine durchgeführt wird, kann man sich zu Hause als Träumer aufs Sofa legen oder als Realist an den Schreibtisch setzten. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Ideen finden mit der 6-Hüte Methode

Die 6-Hüte Methode ist eine Kreativitätstechnik des britischen Mediziners, Autors, und Kognitionswissenschaftlers Edward de Bono. Dr. De Bono war 2009 im „Europäischen Jahr für Kreativität und Innovation“ neben anderen Persönlichkeiten ein „EU-Botschafter fürs Denken“. Er gilt als einer der einflussreichsten Lehrer von Kreativität.

Mit der im Englischen lautenden „Six Thinking Hats“ Technik, die 1986 erstmals vorgestellt wurde, kann man alleine oder in der Gruppe systematisch mit sechs verschiedenen Denkpositionen eine Fragestellung bzw. ein Problem umfassend beleuchten und erweitert so die Anzahl an potentiellen Ideen um ein vielfaches. Dabei steht jeder Hut für eine andere Denkweise:

Zahlen merken mit Spaß: Das Zahl-Reim-System oder die PEG-Methode

Um sich abstrakte Zahlen einfacher merken zu können, gibt es aus dem Bereich der Mnemotechnik eine Vielzahl an Merk-Systemen. Eines der einfacheren ist das Zahl-Reim-System, auch unter dem Namen PEG-Methode bekannt. Auch dieses System funktioniert wie andere Gedächtnistechniken nach dem Prinzip der Visualisierung. Es ist für das menschliche Gehirn einfacher, sich bildhafte Elemente (am besten eingebettet in eine Geschichte) vorzustellen als abstrakte Inhalte wie z.B. Zahlen.

Das auditive Zahl-Reim-System arbeitet mit den Zahlen 1 bis 9. Jeder dieser Zahlen wird ein ähnlich klingendes Wort oder ein ähnlich klingender Reim zugeordnet. So erhält jeder, je nach gewählten Wörtern, eine individuelle Liste, mit deren Hilfe sich Zahlen und Zahlenkombinationen wie z.B. wichtige Jahreszahlen für den Geschichtsunterricht gemerkt werden können. Einige Beispiele, wie Zahlen aus der Liste mit Wörtern verknüpft werden können:

Motivation und Erfolg beim Lernen durch Methodenvielfalt

Die Methodenvielfalt ist ein methodisches Prinzip für das Lehren und Lernen. Dabei geht es darum, neben den konventionellen Lehr-und Lernmethoden ein breites Spektrum an Methoden anzubieten, damit sowohl das Lernen als auch das Lehren neue Impulse erhält und nicht langweilig und monoton wird. Im Mittelpunkt steht dabei immer der Lernende.
Wie bereits in einigen Artikeln zum Thema Lerntipps beschrieben, gibt es unterschiedliche Methoden, sich ein neues Themengebiet zu erschließen. Manche lernen lieber verstärkt visuell, andere auditiv und wieder andere haben besonders viel Spaß am praktischen oder kommunikativen Lernen.
Diese individuellen Vorlieben, die auch mit unterschiedlichen Lernwegen zu tun haben, gilt es zu entdecken. Dies kann z.B. durch das Führen eines Lerntagebuchs geschehen.

Mnemotechniken: Zahlen, Namen und Formeln besser merken mit der Loci-Methode

Unter Mnemotechniken versteht man verschiedene Techniken, mit deren Hilfe man sich Dinge wie Zahlen, Namen, Formeln oder Fakten einfach und effektiv merken kann. Es gibt neben einfacheren Eselbrücken auch komplexere mnemotechnische Systeme. Allen Arten der Mnemotechnik ist aber ihre Funktionsweise gleich. Man braucht eine bestimmte Struktur bzw. „Ankerplätze“, bei denen man die zu merkenden Gegenstände im Geiste ablegen kann. Wie diese aussehen, hängt von der jeweiligen Mnemotechnik ab.
Ein einfaches Beispiel für das Merken der Himmelsrichtungen ist zum Beispiel der Satz: „Nicht ohne Seife waschen“. Der jeweiligen Himmelsrichtung ist je ein Wort mit gleichem Anfangsbuchstaben wie der Himmelsrichtung zugeordnet. Für kompliziertere Sachverhalte oder einfach nur das Behalten von umfangreicherem Wissen kann die Form eines Spazierganges gewählt werden. Diese Mnemotechnik wird auch oft als Loci-Methode bezeichnet, da“ Locus“ auf Lateinisch Ort heißt.

Lerntagebücher

Lerntagebücher sind ein pädagogisches Mittel, um das eigene Lernen besser zu verstehen. In ihnen dokumentiert man regelmäßig und über einen längeren Zeitraum seinen individuellen Lernprozess.

Ähnlich einem Tagebuch ist der Inhalt vom persönlichen Lernweg und Gedanken des Schreibers über das aktuelle Thema, mit dem er sich auseinandersetzt, geprägt. Daher sollte es auch nur für einen persönlich oder eine in den Lernprozess involvierte Person zugänglich sein. Neben standarisierten Lerntagebüchern mit vorgedruckten Formularseiten kann auch ein mit einem individuellen Design versehenes Heft als Lerntagebuch dienen.

Neben den persönlichen Zielen und der systematischen Dokumentation des eigenen Lernfortschritts kann man sich z.B. mit folgenden Fragen in seinem Lerntagebuch auseinandersetzen:

  • Wann fällt es mir am leichtesten zu lernen?
  • Wann habe ich den meisten Spaß am Lernen?
  • Welche Faktoren lenken mich vom Lernen ab?
  • Wobei schweifen meine Gedanke ab und wieso?

Durch das Lerntagebuch soll es seinem Schreiber ermöglicht werden, seine angewandten Lernstrategien mittels Metareflexion kritisch zu überprüfen und bei Misserfolg zu korrigieren bzw. zu variieren.

Methode 365 - eine Brainwriting-Technik

Die Methode 365 ist eine Gruppentechnik aus dem Bereich des Brainwritings, mit Hilfe derer neue, innovative Ideen erzeugt und Probleme gelöst werden können. Entwickelt wurde sie 1968 vom Unternehmensberater Professor Bernd Rohrbach. Sie folgt den Regeln des Brainwritings, hat darüber hinaus aber ihre eigene Funktionsweise bereits im Namen stehen.

Der Name erklärt sich wie folgt: sechs Personen (optimalerweise, es können jedoch auch weniger sein, jedoch mindestens zwei Personen) unterteilen ein leeres Blatt Papier in drei Spalten und sechs Zeilen, so dass 18 Kästen entstehen. Nun schreibt jeder jeweils in einer bestimmten Zeitspanne (zu Beginn meistens ca. 3-4 Minuten) in die erste Zeile einer Spalte seine Idee zu den drei zur Bearbeitung ausgerufenen Themen auf. Nach abgelaufener Zeit wird das eigene Blatt mit den ersten drei Ideen im Uhrzeigersinn weitergegeben. Die bereits vorliegenden Ideen der vorhergehenden Runde sind Ausgangspunkt für Modifikationen und Verbesserungen. Das Prozedere wiederholt sich so bei sechs Teilnehmern genau fünf Mal.

Eine Einführung in das Brainstorming und Brainwriting

Brainstorming ist eine Kreativitätstechnik, um – vornehmlich in einer Gruppe – neue Ideen zu einer bestimmten Fragestellung zu gewinnen. Sie wurde 1939 vom amerikanischen Autor Alex F. Osborn erfunden. Die Methode ist nach einer Kurzform der ihr zugrunde liegenden Idee benannt „using the brain to storm a problem“, nach der das Gehirn für die „Erstürmung“ eines Problems benutzt wird.

Die Teilnehmenden des Brainstormings (ca. 5 bis 10 Personen) äußern spontan ihre Ideen zur Lösung eines vorher definierten Problems. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt und es ist sogar erwünscht, dass man bereits genannte Ideen weiterverarbeitet. Nicht erlaubt sind daher Unterbrechungen in Form von frühzeitiger Kritik, Kommentaren oder Korrekturen. Bei dieser Technik kann bereits Gelerntes gut in neuem Kontext angewendet werden. Das Ganze wird von einem Moderator begleitet, der die genannten Ideen festhält und z.B. auf Karteikarten oder an ein Flipchart schreibt. Nach dem etwa 10- bis 15-minütigen Ideenaustausch werden die genannten Ideen dann vom Moderator mit Hilfe der Teilnehmenden geordnet, strukturiert und unpassende Vorschläge aussortiert.

Ursachen und Behandlung von Konzentrations-Störungen und Konzentrations-Schwäche

Unter Konzentrationsstörungen versteht man im Allgemeinen die vorübergehende Beeinträchtigung der Fähigkeit, sich auf einen Gegenstand längerfristig zu konzentrieren. Ist die Störung nicht vorübergehend, spricht man von einer Konzentrationsschwäche. Die Störung der Konzentration kann in beiden Fällen ein Symptom für andere Störungen bzw. Krankheiten sein. Daher können verschiedene Ursachen sowohl körperlich-organischer, als auch psychosomatischer oder neurologischer Natur Auslöser einer Konzentrationsstörung sein.

Die Betroffenen klagen über Vergesslichkeit, Müdigkeit und leichtsinnige Fehler. Sie lassen sich sehr schnell durch äußere Reize von dem zu behandelnden Gegenstand ablenken und vergessen dann, bei welchem Arbeitsschritt sie vor der Ablenkung waren. Dadurch werden Dinge doppelt ausgeführt, andere wiederum werden nicht zu einem Abschluss gebracht. Gerade in der Schule können Konzentrationsstörungen zu schlechteren Leistungen führen.

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