Kängurutag der Mathematik am 15.3.07

Der Känguruwettbewerb 2007 wird wie in den Jahren zuvor
am dritten Donnerstag im März stattfinden.
Der nächste Kängurutag ist der 15.3.07!

ErsteNachhilfe wünscht allen Teilnehmern beste Erfolge!!!

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Überblick

In ganz Europa und inzwischen auch vielen Ländern aus Amerika und Asien gehen am Kängurutag Schülerinnen und Schüler der 3.-13. Klasse gleichzeitig an den Start und versuchen, bei 30 (bzw. in der Klassenstufe 3 und 4 bei 21) mathematischen Aufgaben aus fünf vorgegebenen Lösungsmöglichkeiten die eine - einzig richtige - herauszufinden. Beginnend mit exakt 187 Teilnehmern im Jahre 1995 haben sich in Deutschland von Jahr zu Jahr mehr Schülerinnen und Schüler am Känguru der Mathematik beteiligt. Im Jahre 2005 waren es knapp 334 000 und im vorigen Jahr über 446 000, die versuchten, in den zur Verfügung stehenden 75 Minuten so viel wie möglich Kreuze am richtigen Ort zu platzieren.

Ziele des Wettbewerbs

Das Ziel des Wettbewerbs ist in allererster Linie die Popularisierung der Mathematik: es soll durch die Aufgaben Freude an (mathematischem) Denken und Arbeiten (im sehr weiten Sinne) geweckt bzw. unterstützt werden.

Die Aufgaben sind darum fast durchweg sehr anregend, heiter, ein wenig unerwartet. Die bei Schülerinnen und Schülern häufig vorhandene Furcht vor dem Ernsthaften, Strengen, Trockenen der Mathematik soll etwas aufgebrochen oder mindestens angekratzt werden - und, wie die Resonanz aus den Schulen zeigt, gelingt dies sehr gut.

In jeder der Klassenstufengruppen gibt es drei Schwierigkeitsstufen, die mit je 3, 4 bzw. 5 Punkten bewertet werden. Die Aufgaben sind so aufgebaut, dass für einen Teil der Lösungen bereits Grundkenntnisse aus dem Schulunterricht ausreichend sind, bei einem weiteren Teil ein tieferes Verständnis des in der Schule Gelernten und der kreative Umgang damit benötigt werden; hinzu kommen eine Reihe von Aufgaben, die mit etwas Pfiffigkeit oder gesundem Menschenverstand allein zu bewältigen sind und die sich sehr gut eignen, mathematische Arbeitsweisen - unterhaltsam - zu trainieren.

Es ist für die Teilnehmer ausgesprochen attraktiv, eine gefundene/erahnte Lösung nicht schriftlich exakt begründen zu müssen. Dennoch geben die Probleme genug Stoff für eine kurzweilige und gewinnbringende Beschäftigung mit einer ganzen Reihe mathematischer Themen.

Zur Geschichte des Wettbewerbs

Seit 1991 gibt es in Frankreich das "Kangourou des Mathématiques". Die Idee für einen Wettstreit dieser Art allerdings kommt aus Australien. Dort war 1978 der "Australian Mathematics Competition" ins Leben gerufen worden, an dem sich dann wenige Jahre später etwa 80% der Secondary Schools - und übrigens auch über 30000 Schüler aus 12 weiteren Staaten der Südpazifik-Region - beteiligten.

Zwei französische Mathematiklehrer waren von der Konzeption der australischen Mathematiker so angetan, dass sie den Wettbewerb nach Frankreich holten - und ihn zu Ehren der australischen Erfinder "Kangourou des Mathematiques (Känguru der Mathematik)" tauften. Von Beginn an versuchten sie, auch hierin dem australischen Vorbild folgend, andere europäische Länder für die Teilnahme zu begeistern.

Im Sommer 1994 wurde der internationale Verein "Kangourou sans frontieres" mit Sitz in Paris gegründet, um die internationale Koordinierung, insbesondere die Vorbereitung der Aufgaben durch eine internationale Mathematikergruppe zu organisieren. Die Aufgaben sind in allen teilnehmenden Ländern im wesentlichen gleich, und werden überall am selben Tag bearbeitet. Im Reglement ist vereinbart, dass in jedem der Länder je Klassenstufengruppe bis zu fünf Aufgaben gegenüber den offiziell abgestimmten abgeändert bzw. ausgetauscht werden können, um der nationalen Spezifik der Lehrpläne Rechnung tragen zu können. Der Klausurtag jedoch ist einheitlich - der 3. Donnerstag im März. Ein Vergleich der Ergebnisse zwischen den Ländern erfolgt nicht.

In Deutschland beteiligen sich Schülerinnen und Schüler seit 1995 am Känguru-Wettbewerb. Bis 1999 wurde der Wettbewerb hier von der Arbeitsgruppe Känguru des Berliner Mathematikolympiade-Vereins organisiert. Am 12.11.1999 hat sich der Verein "Mathematikwettbewerb Känguru" e.V. gegründet und die Organisation übernommen.

Im Jahr 1998 wurden über 1,3 Millionen Teilnehmer in 21 europäischen Ländern erreicht, davon etwa 20.000 in Deutschland, 1999 waren es etwas mehr als 1,5 Millionen Teilnehmer in 22 Ländern, davon in Deutschland etwa 42.000 aus 13 Bundesländern, also mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr. Im Jahr 2000 haben europaweit mehr als 1,7 Mill., im Jahre 2001 ca. 2,2 Mill. Schülerinnen und Schüler am Känguru-Wettbewerb teilgenommen, in Deutschland waren knapp 62000 bzw. knapp 104000 aus allen Bundesländern dabei, im Jahre 2002 dann 155000.

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(Quelle: mathe-kaenguru.de)