Tipps für die mündliche Prüfung

Wer kennt das nicht: Ein Referat oder eine mündliche Prüfung stehen an und je näher der Tag rückt, desto nervöser wird man. Ist es doch eine besondere Situation, die sich vom normalen Schulalltag unterscheidet und auch nicht mit Klausuren oder schriftlichen Tests vergleichbar ist.
Der große Unterschied: Man muss sein Können in der Öffentlichkeit unter den Augen der Mitschüler und Lehrer unter Beweis stellen - in mündlichen Prüfungen zwar ohne Öffentlichkeit, dafür in einem Vier- oder Sechs-Augen-Gespräch mit dem Prüfer und Prüfungsbeisitzer. Am Ende von Referat oder Prüfung kommt dann die große Erleichterung. Man ist einfach nur noch froh, dass man es „hinter sich“ gebracht hat und die Prüfungsangst erst einmal wieder vorbei ist. Da ist es einem mitunter sogar egal, wie das Ergebnis der Anstrengung ausgefallen ist – sollte es aber nicht.
Mit diesen Tipps kommt ihr optimal durch die Prüfung, damit hinterher auch die Ergebnisse stimmen!

  • Versucht, euch wohl zu fühlen. Manche können besser im Stehen, andere im Sitzen vortragen bzw. Antworten auf Fragen des Prüfungsgesprächs geben. Einfach den Prüfer fragen, ob ihr euch auch hinstellen dürft.
  • Fragt nach. Falls ihr einmal eine Frage nicht versteht, nicht einfach irgendetwas in Blaue hinein erzählen, sondern den Prüfer darum bitten, die Frage noch einmal zu wiederholen.
  • Keine Hektik. Versucht nicht sofort auf eine Frage zu antworten, sondern nehmt euch die Zeit, kurz über die Frage nachzudenken. So lauft ihr nicht Gefahr, durch vorschnelles Antworten eventuell am Thema vorbeizureden. Das Nachdenken kann auch laut erfolgen, so hat der Prüfer die Möglichkeit, die Herleitung deiner Argumentation zu verstehen und kann dich, falls nötig, vom falschen Weg abbringen.
  • Hört gut zu. Es geht nicht darum, einfach stumpf Auswendiggelerntes wiederzugeben. Vielmehr möchte der Prüfer mit euch ein Prüfungsgespräch führen. Mit seinen Fragen versucht er daher lediglich, den roten Faden des Gesprächs sicherzustellen. Durch geschickte Antworten, eventuell mit Schlüsselwörtern, die ein Nachfragen des Prüfers förmlich provozieren, könnt ihr die Richtung des Gesprächs zu euren Gunsten lenken. Vorausgesetzt, ihr verfügt über das nötige Fachwissen, um euch auf diese Strategie einzulassen!
  • Seid ehrlich. Niemand weiß alles. Wenn es zu der Situation kommt, dass ihr auf eine Frage keine Antwort wisst, dann gebt es einfach zu, anstatt zu versuchen, irgendetwas Sinnvolles von euch zu geben. Sehr schwierige Fragen werden meistens sowieso nur zu dem Zweck gestellt, um Prüflingen die Chance auf eine sehr gute Leistung zu geben. Sie entscheiden nicht über das Bestehen oder Nichtbestehen der Prüfung!
  • Prüfer sind auch nur Menschen. Und in den meisten Fällen vielbeschäftigte. Das bedeutet, die Prüfer lassen nicht absichtlich jemanden durchfallen, sondern sind bestrebt, in kniffligen Situationen Hilfen anzubieten. Schließlich profitieren auch sie vom positiven Ausgang der Prüfung: Sie ersparen sich die Nachprüfung.

Was es mit Prüfungsangst auf sich hat und was man dagegen tun kann erfahrt ihr außerdem hier.