PISA 2012: Deutsche Schüler werden immer besser!

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Am 3.12.13 wurden die Ergebnisse aus den PISA-Tests 2012 veröffentlicht. Seit der ersten PISA-Studie im Jahr 2000 schauen Lehrer, Eltern und Politiker genau auf die Entwicklung der deutschen Schüler, denn die ersten Ergebnisse waren vor allem im Bereich Lesekompetenz enttäuschend. Wie schnitten deutsche Schüler bei der neuesten PISA-Studie ab? Hat sich unser Bildungsniveau erhöht? Und was wird eigentlich bei PISA getestet?

So funktioniert die PISA-Studie

Die PISA-Studie wird alle 3 Jahre durch die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) durchgeführt. 2012 nahmen 65 Länder teil (bei der ersten Studie waren es 39). Getestet werden die Leistungen von 15-Jährigen Schülern in den Bereichen Mathematik, Naturwissenschaften und Lesekompetenz. Der Schwerpunkt des Tests wechselt bei jeder Studie, 2012 lag der Schwerpunkt auf Mathematik. Ebenso wird untersucht, inwieweit sozioökonomische und soziokulturelle Herkunft einen Einfluss auf die Leistungen der Schüler haben.

Ergebnisse der PISA-Studie 2012

Generell lassen sich die Ergebnisse deutscher Schüler bei der PISA-Studie 2012 als positiv bewerten. Die deutschen 15-Jährigen liegen erstmals seit der ersten Studie in allen drei Leistungsbereichen über dem OECD-Durchschnitt. Im Vergleich zu den enttäuschenden Werten im Jahr 2000 (hier lagen die deutschen Schüler besonders in der Lesekompetenz deutlich unter dem OECD-Durchschnitt) bedeutet dieses eine wichtige Steigerung im deutschen Lehrsystem. Besonders im Bereich Mathematik hat sich der Anteil besonders schwacher Schüler verringert.

Erfolge im Bereich Bildungschancen: Förderung und Nachhilfe lohnt sich!

Auch mit Blick auf den Zusammenhang von Leistung und sozialer Herkunft ist eine deutlich positive Tendenz zu sehen. So liegt Deutschland 2012 in diesem Bereich erstmals im OECD-Durchschnitt und zeigt einen geringer ausgeprägten Zusammenhang zwischen Herkunft und Bildung wie zum Beispiel Frankreich oder Neuseeland auf. Dennoch besteht hier weiterhin Verbesserungsbedarf, denn das Bestreben muss sein, möglichst gerechte Bildungschancen für Schüler jeder sozialen Herkunft zu bieten.

Die Erfolge der deutschen Schüler werden vor allem auf bessere Unterrichtsmethoden an den Schulen zurückgeführt. Um weiterhin Erfolge zu erzielen will der deutsche Lehrerverband nicht nur Spitzenschüler weiter fördern, sondern auch weiterhin die Förderung von Problemschülern und Jugendlichen aus sozioökonomisch schlechter gestellten Familien ausbauen. Für unsere Nachhilfelehrer zeigt sich also: Die Förderung schwächerer Schüler funktioniert und lohnt sich!

Einzelheiten zu den Ergebnissen der PISA-Studie können auf der Webseite der Technischen Universität München eingesehen werden.