Nachhilfe in der Ausbildung

Kategorien:

Nachhilfe kann nicht nur für Schüler und Studenten sinnvoll sein. Auch Auszubildende können von Nachhilfe profitieren. Unternehmen setzen zunehmend auf Nachhilfe in der Ausbildung. Doch wie viele Ausbildungsbetriebe nehmen diese Möglichkeit wahr und warum integrieren Sie Nachhilfe in ihre Ausbildungsberufe? Die Antworten gibt es hier.

Ausbildungsbetriebe bieten verstärkt Nachhilfe an

Nachhilfe wird im unternehmerischen Umfeld zunehmend populärer. Immer mehr Unternehmen setzen bei Ihren Auszubildenden auf Nachhilfe. Eine Umfrage von der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) ergab, dass mehr als 50 Prozent der befragten Ausbildungsbetriebe Nachhilfestunden für ihre Lehrlinge organisieren. Ein Drittel der Unternehmen, die diese Möglichkeit nutzen, nehmen die von den Arbeitsagenturen angebotenen ausbildungsbegleitende Hilfen wahr.

Besonders bei Ausbildungsberufen, für die ein bestimmtes Wissen an Mathematik und Physik notwendig sind, ist eine verstärkte Nachhilfeanfrage zu beobachten. Zudem verbuchen Nachhilfeinstitute immer mehr Anfragen im Fach Deutsch. Nehmen die Auszubildenden das Nachhilfeangebot an, dann erhalten sie bei Bedarf auch Unterstützung in der Prüfungsvorbereitung.

Warum Unternehmen verstärkt auf Nachhilfe setzen

Die Entwicklung, dass Ausbildungsbetriebe verstärkt auf Nachhilfe setzen, sei laut Experten keine Überraschung. Unternehmen klagen, dass es immer schwieriger wird, geeignete Bewerber für ihre Ausbildungsstellen zu finden. Mit Nachhilfe in der Ausbildung sehen Betriebe auch eine Chance, die relativ hohe Zahl der Ausbildungsabbrüche zu senken.

Ein wesentlicher Grund für die wachsende Zahl an Nachhilfeangeboten in der Ausbildung ist der demografische Wandel. Besonders in den neuen Bundesländern bewerben sich immer weniger jungen Menschen auf freie Ausbildungsstellen. Der Grund: Die Zahl der Schulabgänger sinkt hier kontinuierlich. Der gegenwärtige Trend, Studium satt Lehre, sorgt ebenfalls dafür, dass die Unternehmen mehr und mehr Probleme haben, ihre freien Ausbildungsplätze zu besetzen. Ein weiteres Problem liegt darin, dass laut der Ausbildungsbetriebe die Schulabgänger meist erhebliche Mängel in Kernfächern wie Deutsch und Mathematik aufweisen. Mit Nachhilfestunden sollen die Lernlücken geschlossen werden, was zu einer erfolgreicheren Ausbildung führen soll, so die Hoffnung der Lehrbetriebe.