Lernschwächen und Lernstörungen

Probleme in der Schule bedeuten nicht automatisch, dass eine Person faul ist. Häufig verbergen sich Lernschwächen hinter den Schwierigkeiten. Wichtig ist, diese schnell zu erkennen, damit die betroffenen Schüler entsprechend gefördert werden. In diesem Artikel sollen die gängigsten Lernstörungen in einem Überblick aufgezeigt werden.

Woran sind Lernschwächen zu erkennen?

Rechnen, Schreiben und Lesen sind für die persönliche und soziale Entwicklung von Menschen unumgänglich. Das logische Denken stützt sich unter anderem auf mathematischen Grundlagen. Lesen und Schreiben sind insbesondere für die kulturelle Weiterentwicklung wichtig. Fällt das Rechnen, Lesen und Schreiben schwer, kann es sich um eine Lernstörung handeln. Es handelt sich dabei um eine Entwicklungsstörung der Kinder und lässt sie im Vergleich zu Gleichaltrigen in der Schule zurückfallen. Die Intelligenz der Betroffenen ist übrigens nicht geringer als bei Schülern ohne Lernschwächen. In jedem Fall sollte die abschließende Diagnose von einem Experten übernommen werden, da die Ursachen ganz unterschiedlicher Natur sein können. Darauf basierend wird für den Schüler eine Strategie erarbeitet, die den Lernprozess individuell optimiert. Ziel ist es, die schulischen Defizite zu verringern und dadurch auch die Unterschiede innerhalb der Klasse zu minimieren.
Betreffen die Probleme das Lesen oder Schreiben, so wird von einer Lese-Rechtschreibschwäche (LRS) gesprochen. Eine Rechenschwäche wird als Dyskalkulie bezeichnet.

Lese-Rechtschreibschwäche – das sind die Symptome

Die Lese-Rechtschreibschwäche oder auch Legasthenie, ist eine der bekanntesten Lernstörungen. Nicht zuletzt, weil sie recht weit verbreitet ist. Sie tritt in unterschiedlichen Schweregraden auf und beeinflusst das Lernverhalten sowie die Entwicklung.
Typischerweise lesen Betroffene sehr langsam und fehlerhaft. Zudem fallen Probleme beim Schreiben und Buchstabieren von Wörtern auf. Buchstaben die ähnlich klingen, wie „o“ und „u“ oder auch ähnlich aussehen, wie „p“ und „b“ werden vermehrt verwechselt.
Eine gezielte Förderung kann die individuellen Problemfelder der Kinder vermindern oder gar ganz beseitigen.

Dyskalkulie – Probleme mit dem Rechnen

Mathematik ist ein sehr komplexes Thema und Schwierigkeiten sind insbesondere in der tiefgehenden Algebra keine Seltenheit. Doch die Beherrschung der Grundrechenarten ist unumgänglich für die Entwicklung des logischen Denkens. Sollte ein Schüler ausschließlich an mathematischen Problemen leiden, die bereits die einfachsten Rechenaufgaben (Addition, Subtraktion) mit einschließen, wird von einer Dyskalkulie, einer Rechenschwäche, gesprochen. Es sollte bei der Diagnose ausgeschlossen werden, dass die Probleme aus mangelnder Übung oder einer langen Krankheit mit Unterrichtsausfall resultieren.
Früh erkannt können die Auswirkungen der Dyskalkulie durch gezielte Förderung reduziert werden.

Lernschwäche ist nicht gleich Lernschwäche

Probleme in der Schule sollten nicht voreilig als Lernstörung betitelt werden. Es sollten immer Experten mit Hilfe von Untersuchungen die wahre Ursache ermitteln. Häufig verbirgt sich auch eine Hochintelligenz hinter der vermeintlichen Lernschwäche. Die Schüler sind unterfordert und folgen dem Unterricht nicht konzentriert.
Es ist wichtig, dass die Ursache hinter den Schwierigkeiten richtig identifiziert wird, bevor Maßnahmen ergriffen werden.