Ideen zur Leseförderung in der Nachhilfe

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Seit dem Beginn der PISA-Studien wird in Deutschland vermehrt Wert auf Leseförderung bei Schülern gelegt. Denn gerade in den ersten Studien schnitten deutsche Schüler in der Kategorie Lesekompetenz schlechter ab als erwartet. Die Ergebnisse haben sich seitdem verbessert – doch es gibt weiter Luft nach oben. Wie kann Schülern und Schülerinnen der Spaß am Lesen vermittelt werden? Wir möchten zwei interessante Projekte zur Leseförderung vorstellen und zeigen, wie man diese vereinfacht auch im Nachhilfe-Unterricht anwenden kann.

Kicken und Lesen: Am Ball bleiben bei der Leseförderung

Für das Projekt Kicken und Lesen taten sich die Baden-Württemberg-Stiftung und der Fußball-Verein VfB Stuttgart zusammen, um bei Jungen in Grund- und Sekundärschule die Lesekompetenz mithilfe von Fußball zu steigern. Zum Beispiel gibt es in einer Werkrealschule in Freiburg eine Schreib- und Lesewerkstatt, in der die Fußballteams aus Spielerbiographien und Fußballabenteuern ihre eigene Teambiographie kreieren. Nach der erfolgreichen Leseförderung wird Fußball gespielt!

Das Projekt Kicken und Lesen hat sich bis heute auf Köln (in Kooperation mit dem 1. FC Köln) und Hessen (in Kooperation mit dem FSV Frankfurt) ausgeweitet.

h2>Read social! Schreib- und Lesekompetenz im Social Web steigern

Die Idee „Read Social“ ist Teil eines Maßnahmen-Katalogs des Deutschen Bibliotheksverbandes, in dem die Lesekompetenz mithilfe digitaler Medien gefördert werden soll. Das Grundprinzip von „Read Social“ besteht darin, dass Schülerinnen und Schüler eine in einer vorherigen Lesung gehörte Geschichte im Social Web nacherzählen. Das geschieht beispielsweise auf einem eigenen Blog oder über ein Social Media Profil.

Leseförderung in der Nachhilfe

Oben genannte Projekte lassen sich in vereinfachter Form auch in der eigenen Nachhilfe-Stunde einbinden, um die Lesekompetenz des Schülers oder der Schülerin zu steigern:

  • Lesen muss Spaß machen – und das geht nur mit dem richtigen Lesematerial. So ist eine Fußball-, Jugend- oder Musikzeitschrift genauso für die Nachhilfe geeignet, wie ein Gedicht von Heine oder Goethe. Hat man dann noch die Möglichkeit, den Lesestoff mit einer „belohnenden“ Tätigkeit zu verbinden (wie zum Beispiel dem Fußball-Spielen), kann die Motivation des Schülers noch mal gesteigert werden.
  • Jugendliche sind technisch immer auf dem neuesten Stand und nutzen die neuen Medien mehr als alle anderen Altersschichten. Warum nicht das Social Web für die Leseförderung nutzen? So können Lehrer ihren Schülern bei der Nachhilfe eine interessante Kurz-Lektüre zu lesen geben – als Hausaufgabe hält der Schüler dann zum Beispiel seinen Lese-Eindruck in einem Blog fest.