Förderprogramm „Kultur macht stark - Bündnisse für Bildung“

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Ab dem Jahr 2013 fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung in Deutschland "Bündnisse für Bildung" und setzt damit eine Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag von 2009 um. So soll etwas gegen die Bildungsarmut im Land getan werden. Deutschlandweit gibt es ca. 4 Millionen Kinder unter 18 Jahren, die von mindestens einem der folgenden Punkte betroffen sind: Aufwachsen in einer sozialen, finanziellen oder kulturellen Risikolage. Damit sind mehr als 25% der Kinder im Sinne der „Bildungsgerechtigkeit“ durch ihre familiäre Situation benachteiligt.

Das neue Förderprogramm steht unter dem Motto „Kultur macht stark“ und möchte durch Kooperationen von Vereinen, Verbänden und zivilgesellschaftlichen Gruppen die Gewährleistung für eine „gute Bildung“ in der Gesellschaft verankern. Die benachteiligten Kinder und Jugendlichen sollen durch Angebote mit kulturellem Hintergrund stark gemacht werden. Das kann durch eine Ferienfreizeit ebenso wie durch Musik- und Theaterangebote sowie Mentorenprogramme für Kunst oder Literatur geschehen. Aus Erfahrungen weiß man, wie wichtig diese außerschulischen Lernangebote sind.

Nicht nur die Bildung, sondern auch die Persönlichkeitsentwicklung der jungen Menschen wird gefördert. Durch die Mitarbeit in Vereinen oder Verbänden und den gegenseitigen Austausch bei Sport, Musik oder Kunst werden neue Perspektiven sichtbar. Das gemeinsame Erreichen von Zielen durch Ausdauer auf der einen und Kreativität auf der anderen Seite führt durch die gesellschaftliche Anerkennung zur Stärkung des eigenen Selbstbewusstseins, was schlussendlich neue Motivation für den eigenen Bildungs- bzw. Lebensweg ist.

Das Förderprogramm „Kultur macht stark - Bündnisse für Bildung“ des BMBF beginnt ab dem Jahr 2013 und entspricht im ersten Jahr 30 Millionen Euro. Die Förderung kann bis zu 5 Jahre dauern, wobei eine Steigerung der jährlichen Gesamtfördersumme für die Folgejahre um 20 Millionen Euro auf jährlich 50 Millionen Euro geplant ist. Partner des Programmes ist der Deutsche Kulturrat mit seinen Mitgliedsorganisationen. Die drei Hauptziele, die das BMBF mit dieser Förderung erreichen möchte, sind:

  • Schaffung neuer Bildungschancen für benachteiligte Kinder und Jugendliche
  • Auslösung einer Bürgerbewegung für „gute Bildung“ sowie Fokussierung auf die gesamtgesellschaftliche Verantwortung für die Zukunftschancen der jungen Generation
  • Vernetzung von mindestens drei verschiedenen Bildungsanbietern in Kommunen oder Kreisen zu einem „lokalen Bündnis für Bildung“.

Konzepte zu lokalen Bildungsbündnissen können von deutschlandweiten Verbänden und Initiativen noch bis zum 31. Juli 2012 eingereicht werden. Mehr Informationen finden sich auch auf der Website des Bündnisses für Bildung.