Die optimale Gestaltung der Lernumgebung

Natürlich kann man auch unter widrigsten Bedingungen lernen, aber das fällt einem dann nicht gerade leicht. Für ein optimales und mit positiven Gefühlen besetztes Lernen kann eine gut durchdachte Lernumgebung daher sehr hilfreich sein.

Zuerst muss man für sich die Frage klären, wo man lernen möchte. Zur Auswahl stehen das eigene Zuhause (mit eigenem Zimmer), eine Uni-, Schul-, oder öffentliche Bibliothek. Wer gerne zu Hause lernen möchte, sollte an seinem Arbeitsplatz auch wirklich nur arbeiten, ansonsten führt es in der Regel schnell dazu, dass man sich von anderen Sachen ablenken lässt. Falls man das Internet nicht für seine Recherchen benötigt, sollte man lieber offline gehen. Spätestens aber nach Beendigung der Recherche. Auch Fernseher und Handy sollten für die Zeit des Lernens ausgeschaltet bleiben.

Wer sich besonders leicht ablenken lässt, sollte es kurzfristig mit Ohrstöpseln probieren und langfristig Konzentrations- und Entspannungsübungen durchführen. Beginnt man mit dem Lernen, sollten alle benötigten Arbeitsmaterialien wie etwa Stifte, Papier, Taschenrechner, Haftnotizen oder Textmarker bereitliegen, damit man nicht während des Lernens nach ihnen suchen muss. Viele verwenden das Suchen nach Dingen nämlich dazu, das Lernen zu unterbrechen oder dessen Beginn hinauszuzögern.

Man muss nicht zwangsläufig an einem Schreibtisch lernen, auch wenn dieser sich zum Schreiben besonders gut eignet. Es kann auch auf dem Fußboden, im Bett oder auf der Couch gelernt werden. Wer einen Schreibtisch nutzt, sollte genügend Fläche zum Ablegen von mehreren Büchern, Karten etc. schaffen. Für ein rückenfreundliches Arbeiten sollte ein Schreibtischstuhl mit verstellbarer Sitzposition benutzt werden. Man sollte sich nicht zwanghaft besonders gerade oder gezwungen gesund hinsetzen, sondern einfach so, wie es am bequemsten ist. Entscheidend für die ausreichende Flüssigkeitsversorgung der Bandscheiben ist nämlich nicht das statische Sitzen, sondern das dynamische. Das bedeutet die Sitzposition ist regelmäßig zu verändern. Auch über etwas Bewegung in den Lernpausen in nichtsitzender Position freuen sich die Bandscheiben.

Da Wärme schneller zur Ermüdung führt, sollte die Temperatur der Lernumgebung nicht zu hoch gewählt werden. Für eine ausreichende Versorgung mit frischer Luft, die viel Sauerstoff enthält, empfiehlt sich das Stoßlüften in den Lernpausen. Besonders im Winter kann man sich ansonsten durch den Aufenthalt in überhitzten und stickigen Räumen schnell eine Erkältung einfangen, da durch die warme Heizungsluft die Nasenschleimhäute austrocknen und von Viren einfach zu überwinden sind.
Für kalte Füße eignet sich eine warme Wärmflasche oder eine beheizbare Fußmatte. Um nicht im Dunkeln und bei Kerzenschein lernen zu müssen, ist auf eine ausreichende Beleuchtung mit Halogen- oder 60 Watt-Birnen (bzw. die entsprechenden Energiesparlampen) zu achten. Oder der Schreibtisch steht vor einem Fenster und man kann sogar bei ausreichender Helligkeit das natürliche Tageslicht nutzen.