Die Internationale Physik-Olympiade (IPhO)

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Wer sich für Physik begeistern kann, und sein Wissen über die Schule hinaus vertiefen möchte, der kann dies bei der Internationalen Physik-Olympiade (IPhO) tun. Dort gilt es neben einem vielfältigen Rahmenprogramm je eine fünfstündige theoretische und experimentelle Klausur zu lösen. Vorausgesetzt man kann sich für eine Teilnahme qualifizieren. Denn nur die besten 5 werden im Juli zur Olympiade entsandt. Die IPhO gibt es bereits seit 1967. Sie findet jedes Jahr in einem der Teilnehmerländer statt. 2011 nahmen knapp 90 Nationen am Wettbewerb im thailändischen Bangkok teil. 2012 findet die IPhO in den estländischen Städten Tallin und Tartu statt, 2013 in Kopenhagen.

Beim deutschen Auswahlwettbewerb können alle Schülerinnen und Schüler von allgemeinbildenden Schulen und Berufsschulen teilnehmen, die im Olympiajahr bis zum 30.06. noch nicht 21 geworden sind. Das Verfahren geht über vier Runden und startet jeweils im April des Vorjahres zur Olympiade. Während in China in der ersten Runde 1 Millionen Schüler/-innen teilnehmen, sind es in Deutschland „nur“ etwa 300 bis 500 Teilnehmende.

In den ersten beiden Runden müssen Hausarbeiten gelöst werden. Dabei ist keine Gruppenarbeit zulässig. Der Schwerpunkt der Aufgaben liegt im Bereich der klassischen Physik. Ca. 50 Schüler/-innen schaffen es in die 3. Runde im Januar zu einem eine Woche dauernden Auswahlseminar. Dort werden Exkursionen, Vorträge und Seminare angeboten und es müssen unter klausurähnlichen Bedingungen theoretische und experimentelle Probleme der Physik bearbeitet werden. 15 Personen bleiben nach der dritten Runde übrig und müssen sich wiederum in einem einwöchigen Auswahlseminar beweisen. Am Ende steht das deutsche Olympiateam fest. Bevor es dann im Juli zur Olympiade geht, gibt es im Juni noch ein 3-5-tägiges Vorbereitungsseminar in Schleswig-Holstein.

Neben zahlreichen Preisen (u.a. erhalten die Teilnehmer/-innen der vierten Runde 500€ oder ein Stipendium bei der Studienstiftung des deutschen Volkes, zudem werden nationale wie internationale Forschungsaufenthalte vergeben), geht es vor allem um die Förderung begabter Physikinteressierter, das Austesten der eigenen Leistungsgrenzen und die Ermöglichung von internationalen wie wissenschaftlichen Bekanntschaften oder Freundschaften.