Besser lernen mit „Brain Food“

Auch wenn es mittlerweile einen großen Markt für Nahrungsergänzungsmittel und Pillen zur Steigerung der Konzentrationsfähigkeit gibt, echtes „Brain-Food“ kann man auch günstiger zu sich nehmen: durch eine bewusste Auswahl an gesunden Lebensmitteln. Neben verschiedenen anderen Faktoren beeinflusst das, was wir essen bzw. nicht essen, unsere geistige Leistungsfähigkeit. Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten oder ein Leistungstief können als Ursache einen Mangel an bestimmten Vitalstoffen haben.
Regelmäßiges Trinken von kalorienarmen Getränken wie Wasser oder Früchtetee sorgen z.B. für die nötige Durchblutung und Sauerstoffversorgung des Gehirns und können Kopfscherzen genauso schnell wieder verschwinden lassen, wie sie aufgetaucht sind.

Unser Gehirn verbraucht alleine ganze 20% des täglichen Energiebedarfs. Dazu wird u.a. Zucker und Fett benötigt. Allerdings ist es hier entscheidend, dass der Zucker aus Kohlenhydraten von Vollkornprodukten oder Hülsenfrüchten stammt, denn nur so ist eine langsame und stetige Abgabe ans Blut gewährleistet, der Blutzuckerspiegel bleibt konstant. Würde stattdessen Einfachzucker aus Süßigkeiten oder „weißen Nudel“ zu sich genommen, gäbe es zwar ein kurzfristiges Leistungshoch, der Blutzuckerspiegel fällt aber danach abrupt und drastisch ab. Müdigkeit und Erschöpfung sind die Folge.

Zu einem wichtigen Bestandteil des „Brain Foods“ zählen die Nüsse. So gibt es nicht umsonst verschiedene von ihnen gemischt als „Studentenfutter“ zu kaufen. Sie enthalten nämlich die fürs Gehirn notwendigen Omega3-Fettsäuren. Zudem enthalten sie viele B-Vitamine, Mineralstoffe und den für die Nerven wichtigen Botenstoff Cholin. Cashew- und Paranüsse sind durch das in ihnen enthaltene Magnesium optimal gegen Stress, Walnüsse wirken Nervosität entgegen.

Auch durch Obst und Gemüse kann die Gehirnarbeitsleistung unterstützt werden. Äpfel z.B. enthalten neben vielen B-Vitaminen auch Lycopin, welches genauso wie das in Avocados enthaltene Lecition die Konzentrationsleistung positiv beeinflusst. Bei den Beeren ist vor allem die Blau- bzw. Heidelbeere für ihren positiven Effekt auf die Denkleistung bekannt. Zum Schutz des Gehirns empfiehlt es sich, öfter grünes Gemüse zu essen, besonders Brokkoli. Denn der für die Denkprozesse nötige Sauerstoff verursacht auch die Produktion von freien Radikalen, die wiederum die Gehirnzellen schädigen können. Um diese Radikale wieder einzufangen, benötigt es die Vitamine C, E und Beta-Carotin und diese sind optimal im Brokkoli enthalten.

Wichtig zu wissen ist neben dem Wissen darüber, dass durch die Auswahl der Nahrung das Lernen beeinflusst werden kann auch die tagesaktuelle Wirkung der beschriebenen Prozesse. Gibt es punktuelle Engpässe, ist etwa ein bestimmtes Vitaminlevel zu niedrig, wirkt sich dieser Mangel auf die gesamte Leistungsfähigkeit aus. Und hat man wieder einmal das Problem, was im Sprichwort „Ein voller Bauch studiert nicht gern“ beschrieben wird, dann sollte man Feigen zur Anregung der Verdauung essen. Denn eine träge Verdauung senkt die Leistungsfähigkeit des Gehirns.