Bildungspolitik
Gegen das Nord-Süd-Gefälle: Einheitliches Abitur ab 2017
Verfasst am 13.05.2013 von ErsteNachhilfeNach einem Beschluss der Kultusministerkonferenz im Herbst 2012 endet eine jahrelange Debatte: Ab dem Schuljahr 2016/17 gibt es einheitliche Abiturprüfungen für die Kernfächer Mathematik, Deutsch, Englisch und Französisch. Damit sind nicht etwa deutschlandweit gleiche Abituraufgaben gemeint, wie es etwa beim zentralen Abitur in Frankreich der Fall ist, sondern es geht um einheitliche Bewertungskriterien für alle Bundesländer, die die ebenfalls vereinbarten Bildungsstandards für die gymnasiale Oberstufe bei der Notenvergabe abbilden sollen. Da Bildung in Deutschland Ländersache ist und somit föderal statt zentral entschieden wird, hat es lange gedauert, bis sich die 16 Kultusminister auf die Abiturreform einigen konnten.
Die 2. JAKO-O Bildungsstudie für Deutschland: Eltern sehen sich für die schulischen Leistungen ihrer Kinder zuständig
Verfasst am 06.05.2013 von ErsteNachhilfeBereits zum zweiten Mal nach 2010 wurde im Auftrag von JAKO-O eine Bildungsstudie der anderen Art vorgelegt, bei der nicht Wissenschaftler oder Politiker, sondern Eltern ihre Ansichten über das deutsche Bildungswesen preisgeben. Die Ergebnisse der im Januar 2012 durchgeführten repräsentativen telefonischen Befragung von 3.000 Eltern schulpflichtiger Kinder bis 16 Jahren (zwei Drittel Mütter, ein Drittel Väter) des Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid wurden im September des gleichen Jahres der Öffentlichkeit vorgestellt. Inhaltlich verantwortlich für die Studie, die alle zwei Jahre wiederholt werden soll, sind die Bildungsforscher Dr. Dagmar Killus und Dr. Klaus-Jürgen Tillmann.
Schüler in Europa wollen länger zur Schule gehen
Verfasst am 29.04.2013 von ErsteNachhilfeNormalerweise würde man meinen, Schüler seien froh, wenn sie endlich nicht mehr zur Schule gehen müssen. Die Ergebnisse einer in acht europäischen Ländern durchgeführten Studie legen allerdings genau das Gegenteil nahe. 12.000 Schüler haben im Rahmen des Projekts "Regulierung von Bildungsverläufen in Europa" (Goete-Governance of Educational Trajectories in Europe in Frankfurt) Fragebögen ausgefüllt. Während in Großbritannien, Frankreich, Italien, Niederlande, Polen, Finnland und Slowenien 71 Prozent der Befragten angaben, länger zur Schule gehen zu wollen, sind es in Deutschland sogar 75 Prozent und damit drei von vier Schülern, die über die 9 bzw. 10 Klasse hinaus die Schule besuchen wollen. Selbst wenn Lehrer ihnen davon abraten, wie Studienleiter Prof. Dr. Andreas Walther, Erziehungswissenschaftler und Schulforscher weiß.
Bildungspaket der Bundesregierung wird nicht ausgeschöpft
Verfasst am 23.04.2013 von ErsteNachhilfeNach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Teilhabe und kultureller Bildung von bedürftigen Kindern trat am 01. April 2011 das von der Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Ursula von der Leyen, verantwortete "Bildungspaket" unter dem Motto "Mittmachen möglich machen" in Kraft. Dafür stellt der Bund für die 2,5 Millionen Antragsberechtigten den Ländern, Städten- und Kommunen insgesamt 900 Millionen Euro zur Verfügung. Die Mittel werden aber nicht vollends ausgeschöpft. So sind von den 19 Millionen Euro für 2012 lediglich 13 Millionen Euro (zwei Drittel) abgerufen worden.
Debatte um späteren Schulbeginn – schon 20 Minuten sorgen für rege Diskussionen
Verfasst am 15.04.2013 von ErsteNachhilfeImmer wieder kommt unter Betroffenen die Frage auf, ob man die vor über 100 Jahren eingeführte Uhrzeit für die erste Schulstunde etwas nach hinten verschieben sollte. Mal wird halb neun, mal neun Uhr als Änderungsvorschlag genannt. Dabei liegt diesen Vorschlägen der weit verbreitete Schulstart um 8:00 Uhr morgens zu Grunde. In einzelnen Landkreisen, vor allem in Ostdeutschland oder im Ausland, beginnt die Schulzeit teilweise sogar schon vor 8:00 Uhr, nämlich um 7:00 oder 7:30 Uhr.
Kommt die BAföG-Reform unter der neuen Bildungsministerin Johanna Wanka?
Verfasst am 08.04.2013 von ErsteNachhilfeDie seit dem Februar 2013 neu im Amt befindliche Bundesbildungsministerin der CDU, Johanna Wanka, möchte sich mit den einzelnen Bundesländern auf eine Reform des BAföG verständigen. Beim nächsten Treffen mit den Länderkollegen am 12. April, einer Wissenschaftskonferenz, wird sie dafür erstmals ihre Vorstellungen und die entsprechenden Zahlen vorstellen. Ihre Vorgängerin im Amt, Annette Schavan hatte zum Thema BAföG zuvor 15 lange Monate geschwiegen.
Sitzenbleiben abschaffen? Schüler und Studenten sagen: Nein!
Verfasst am 18.03.2013 von ErsteNachhilfeSoll das Sitzenbleiben abgeschafft werden? Wenn man Schüler und Studenten befragt, wie es das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag des Deutschen Philologenverbandes getan hat, dann erhält man auf diese Frage von 85 Prozent ein klares "Nein". Nur 14 Prozent sind für die Abschaffung dieser Regelung und stehen damit auf der Seite der Bildungsforscher und Politiker, die dies in ihren Ländern fordern oder bereits umgesetzt haben. Nach Auffassung der Schüler sei es in hohem Maße ungerecht, wenn Schüler in die nächste Klassenstufe versetzt werden, ohne sich dafür angestrengt zu haben. Der Druck, den das drohende Sitzenbleiben inklusive Prestigeverlust und Verlust sozialer Kontakte mit sich bringt, würde fehlen und somit die Leistungsbereitschaft sinken. 73 Prozent der Bundesbürger wollen daher weiterhin an der "Sitzenbleibregelung" festhalten, nur 22 Prozent von ihr Abstand nehmen.
Der neue "Kinderserver" – ein geschützter Surfraum für Kinder
Verfasst am 11.03.2013 von ErsteNachhilfeKinder- und Jugendschutz ist angesichts der vielen online verfügbaren Inhalte auch 2013 ein wichtiges Thema. Ob es um den Schutz der eigenen Kinder geht oder um kurzzeitig betreute Kinder (zum Beispiel in der Nachhilfe oder Tagespflege) – es gilt sicherzustellen, dass die Schützlinge vor jugendgefährdenden Inhalten bewahrt werden. Eine Lösung hierfür möchte der "Kinderserver" bereitstellen.
Nationaler Aktionsplan Jugendschutz – Informationen für Eltern und Erziehende
Verfasst am 25.02.2013 von ErsteNachhilfeWer haupt- oder nebenberuflich mit Kindern und Jugendlichen zu tun hat – sei es als Elternteil, Erzieher, Lehrer oder Nachhilfekraft -, sollte ein gewisses Grundwissen zum Thema Jugendschutz mitbringen.
Welche Vorgaben gelten für bestimmte Altersgruppen, wie lange dürfen Kinder und Jugendliche abends von zu Hause wegbleiben, ab wann dürfen sie Lebensmittel mit alkoholischen Inhaltsstoffen zu sich nehmen und wer ist für das Wohl der Minderjährigen verantwortlich, wenn an Stelle der Eltern eine erwachsene Begleitperson dabei ist? Antworten liefert zum Beispiel der "Nationale Aktionsplan Jugendschutz".
Die Bildungspolitik-Studie der OECD "Bildung auf einen Blick 2012"
Verfasst am 10.02.2013 von ErsteNachhilfeSeit 1996 veröffentlicht die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) jedes Jahr eine Studie mit dem Namen "Bildung auf einen Blick", die einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen der Bildungspolitik in den 34 Mitgliedsländern bietet.