Bezahlung für Nachhilfeunterricht
Verfasst am 28.08.2006 von Sascha H
Die Frage, wie viel man für seinen Unterricht nehmen kann, gehört wohl zu den wichtigsten Fragen. Sicher ist die Bezahlung in Abhängigkeit von Ort, Fach und Alter der Schüler recht unterschiedlich.
Ich nehme zwischen 10 und 16 Euro für 60 Minuten plus ca. 4 Euro für die Anfahrt. Außerdem gebe ich immer 2 Stunden zusammen, sodass die Fahrzeit nicht so ins Gewicht fällt.
Wieviel nehmt ihr so?
Nachhilfepreise Statistik
Eine gute Antwort auf die Frage, wie viel man für Nachhilfeunterricht ausgeben kann oder sollte, gibt euch eine ungefähre Statistik über die Preise unserer Nachhilfelehrer: Die Preise reichen von ca. 5€ pro 45 min bis 20€. Der Mittelwert liegt bei ungefähr 12€ für 45 min, abhängig natürlich von Ort und Fach.
Als ich mit der Nachhilfe
Als ich mit der Nachhilfe anfing, begann ich ganz "schüchtern" mit 16€ für 90 Minuten. Das entsprach auch so ungefähr dem, was eine studentische Hilfskraft bekommt. Glücklicherweise hatte ich dann ziemlich schnell mehr Anfragen als ich bewältigen konnte. Daher bin ich jetzt bei 28€ bei neuen Schülern plus einer kleinen Anfahrtspauschale, wenn ein Nachhilfeschüler mal weiter als 10min entfernt wohnen sollte.
Übrigens ist die Umfrage zu den Preisen interessant. Hoffentlich ergibt sich bald ein gutes, Statistisches Ergebnis.
Preise
10 bis 15 Euro für 45 Minuten und 5 Euro pauschal für die Anfahrt, wenn diese länger als 15 Minuten dauert.
Diesen Preis halte ich für angemessen. Ob der Preis gezahlt wird, hängt davon ab, was jemandem die Bildung des Kindes wert ist. Man wird natürlich immer Anfragen haben, die eine Nachhilfe für 5 Euro die Stunde haben wollen.
Man muss sich selbst Gedanken darum machen, wie teuer/ billig man sich hergeben will. Wenn man gute Arbeit leistet, dann sind bei Lehrern mit entsprechender Ausbildung, wenn sie davon leben müssen, Preise von bis zu 60 Euro pro Nachhilfestunde durchaus angemessen. Ein Handwerker nimmt nicht weniger.
Generell würde ich bei der Preisgestaltung miteinbeziehen, was meine Arbeit mir wert ist, dass sich der Unterricht lohnen muss (wenn ich 5 Euro für 60 Minuten nehme, dann habe ich im Endeffekt einen Stundenlohn von 1,50 Euro) und natürlich auch, was sich die Eltern des Kindes objektiv leisten können.
Ich komme aus der nähe von
Ich komme aus der nähe von Frankfurt a. M.
Habe angefangen mit 10€ für 60min. Mit meinem Abitur hab ich dann meine Preise für neue Schüler erhöht und nehme jetzt 11€ für 45min. Der Unterricht findet meistens beim Schüler statt und in Zukunft werde ich vielleicht noch eine Anfahrtsgebühr je nach Entfernung erheben.
Ich ziehe jetzt nach Darmstadt, aber ich denke, dass ich auch da keine Probleme mit den Preisen haben werde.
Wie finde ich den richtigen Preis?
Wenn man damit beginnt, Nachhilfeunterricht zu erteilen, ist dies die "Preisfrage".
Man sollte sich zunächt darüber informieren, welches Preisniveau in der jeweiligen Region üblich ist. In Tageszeitungen und regionalen Anzeigenblättern findet man viele Nachhilfeangebote mit Preisangaben. Arbeitet man auch in einem Nachhilfeinstitut, kann man Kollegen fragen, was sie für Privatunterricht nehmen.
Dann sollte man sich die etwas schwierige Frage stellen, welchen Qualitätsanspruch man an sich selber hat, also ob man eher einfache Hausaufgabenbetreuung machen möchte, oder sich auch zutraut, durch eigene pädagogische und fachliche Ansätze einen Nachhilfeunterricht anzubieten, der geeignet ist, eine nachhaltige Verbesserung seiner Schüler zu erreichen.
Im ersten Fall sollte man sich eher an den Preisen orientieren, die Studenten verlangen, im zweiten Fall an denen professioneller Nachhilfelehrer.
Wichtig ist zu Beginn aber auch, durch attraktive Preise erst einmal "ins Gespräch" zu kommen. Wenn man dann Schüler und Eltern hat, die zufrieden sind, wird man weiterempfohlen und kann so sukzessive seine Preise erhöhen.
Für Unterricht beim Schüler/bei der Schülerin zuhause würde ich für Anfahrtszeit und -kosten mindestens 5,- € mehr verlangen.
Ich selbst unterrichte in Stuttgart und verlange für 60 min bei mir zu Hause € 20,-, für Unterricht beim Schüler € 25,-. Darin enthalten sind wöchentliche Übungsblätter, die per E-Mail zugestellt werden und, falls bearbeitet, korrigiert und besprochen werden. Für Schüler, die regelmäßig wöchentlich Unterricht in Anspruch nehmen, gibt es für Zusatzstunden Rabatte.
Ich habe in Stuttgart mit diesen Preisen kein Problem, Schüler zu finden, und denke, dass meine Preise auch bezahlbar und gerechtfertigt sind.
In anderen Regionen Deutschlands ist dies aber vermutlich anders und man wird dann ein niedrigeres Preisniveau wählen müssen.
Ich habe hier ein paar Tipps
Ich habe hier ein paar Tipps zur Bezahlung gesammelt. Die HP ist noch nicht ganz
fertig, aber der Thread funktioniert schon mal.
http://leaboos.wordpress.com/tag/heise-eisen/
Ich finde es immer wieder erschreckend, wie sich manche Leute unter Wert verkaufen und dabei auch noch das Preisniveau in ihrer Region negativ beeinflussen.
Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass man auch ernster genommen und respektvoller behandelt wird, wenn man für seine Arbeit einen angemessenen Preis verlangt.
Zum Thema "Die müssen sich das ja auch leisten können": Klar sollte man auch nicht zu unverschämt sein. Aber andererseits: Wenn unterm Strich weniger als 5€ die Stunde rauskommen, dann gehe ich doch lieber kellnern. Da verdient mit mit Trinkgeld deutlich mehr.
Ich hänge mich da auch noch
Ich hänge mich da auch noch mal dran: Wieviel macht ihr von eurer Ausbildung abhängig? Klar, Schüler werden wohl weniger verdienen als Studenten, die Nachhilfe geben. Fertige Lehrer werden noch mehr in Rechnung stellen können. Ich bin leider so dazwischen: Ich bin Lehramtsanwärterin in Elternzeit mit schon so einiger Unterrichtserfahrung in Nachhilfe und in Sonderschulen. Wieviel würdet ihr da nehmen? Ich hatte so an 15 EUR/60 min. gedacht für Schüler. Außerdem würde ich gerne Primarstufen-Studentinnen Mathenachhilfe geben, da könnte ich doch mehr nehmen, weil das nicht so viele anbieten können? Andererseits müssen die Studierenden es ja auch bezahlen können. Was meint ihr?
Viele Grüße
Uta
Bezahlung für Gymnasiasten
Mich fragte jemand auf "wer-weiss-was", wie viel man so ungefähr für Nachhilfeunterricht an einen Gymnasiasten bezahlt (Mathematik, Raum Düsseldorf).
Ich schätze so ab 7€ pro 60 Minuten.
Aber vielleicht habt ihr noch andere Tipps?!
13,50 bei Institut
Ich gebe hauptsächlich bei einem Institut Nachhilfe. Dort sieht es magerer aus: 13,50€ für 90 Minuten, also 9€ pro Stunde. Der einzige Vorteil ist, dass die Schüler ins Institut kommen.
beim Institut vs privat
Ich bin sowohl bei einer Nachhilfeschule, als auch privat tätig. Aber in nur geringem Umfang. Halte 10-12€ pro Stunde (60min.) für angemessen, da ich bisher Nachhilfeerfahrung nur mit wenigen Schülern und einem Studenten hatte. Interessant finde ich, dass ich bei der Nachhilfeschule mehr bekomme, nämlich 15€ pro Stunde.